Zustimmung zur von Verwaltung bevorzugtem Entwurf des Kindergartens in der Rossertstraße verweigert

Freie Demokraten enthalten sich, da aus ihrer Sicht Alternativentwurf zu geringeren Kosten bessere Qualität bietet

Kriftel, 12. September 2017. Bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung am 31. August haben die Freien Demokraten in der Gemeindevertretung Kriftel die Zustimmung zur von der Verwaltung favorisierten Variante des Architekturbüros sdks für die Kindertagesstätte in der Rossertstraße verweigert.
Die Fraktion der Freien Demokraten sprach sich stattdessen für die Annahme des Entwurfs des Architekturbüros herzig aus. Dieser wäre mit etwas über drei Millionen Euro nicht nur der mit Abstand kostengünstigste der drei zur Auswahl stehenden Entwürfe gewesen, während der nun von der CDU-Alleinregierung und den Grünen durchgedrückte Entwurf von sdks mit 3,3 Mio. € der teuerste Entwurf ist. Die Freien Demokraten sahen darüber hinaus vor allem qualitative Vorteile im herzig-Entwurf gegenüber sdks. So ließe sich der Eingangsbereich des Kindergartens vollständig vom Büro der Kindergartenleitung aus überblicken, was einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn in der hektischen Abholphase bedeutet, indem es die Abholung von Kindern durch Fremde erschwert. Beim sdks-Entwurf war dieser Überblick nur teilweise gegeben und durch zwei Eingänge in die Kindertagesstätte weiter verkompliziert. Außerdem wäre eine Drittnutzung des Kindergartens durch die Krifteler Vereine in den Abendstunden beim herzig-Entwurf noch leichter gegeben gewesen als bei der leider angenommenen sdks-Variante.
Die in Kauf genommenen Mehrkosten von 200.000 € sind für uns ein weiterer Beweis des sorglosen Umgangs der jahrzehntelangen CDU-Alleinregierung mit den Steuergeldern der Krifteler Bürger.
Auch das von den Befürwortern des sdks-Entwurfs vorgebrachten Argument der Entwurf von herzig passe nicht in das Bebauungsfenster des gültigen Bebauungsplans erweist sich bei näherer Betrachtung als vorgeschoben. Um eine bürokratisch aufwendige Änderung des Bebauungsplans zu umgehen müsste laut Aussage der Verwaltung lediglich eine Befreiungsgebühr von Fünfzigtausend Euro gezahlt werden, so dass die herzig-Variante immer noch die kosteneffizienteste Variante bliebe.
Da die FDP-Fraktion nicht prinzipiell gegen einen Kindergarten am geplanten Standort in der Rossertstraße ist, haben wir uns entsprechend bei der Abstimmung enthalten.


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