Freie Demokraten stimmen gegen Fitness-Parcours

Die Freien Demokraten lehnten in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung die auf eine Anregung der Grünen zurückgehende Vorlage der Verwaltung zur Errichtung eines Fitness-Parcours im Bereich des Ziegeleipark für über 50.000 Euro ab.

Kriftel, 14. November 2017. Zwar halten auch die Freien Demokraten die Förderung von Fitness und Bewegung für ein wichtiges Anliegen, allerdings wird in diesem Bereich von der Gemeinde schon überdurchschnittlich viel getan: Alleine dass Parkbad wird jährlich mit einem Zuschuss von über 500.000 Euro aus Steuern der Krifteler Bürgerinnen und Bürgern subventioniert, um zu sozial angemessenen Eintrittspreisen nutzbar zu sein. In den neuen Kunstrasenplatz für den SV 07 Kriftel, dem auch wir zugestimmt haben, wird die Gemeinde ca. 500.000 Euro investieren und auch die diversen Krifteler Sportvereine werden jährlich großzügig mit Mitteln aus dem Gemeindehaushalt unterstützt. Im Freizeitpark, dessen Pflege auch die Allgemeinheit bezahlt, gibt es darüber hinaus schon öffentlich nutzbare Fitnessgeräte.
Angesichts der weiterhin angespannten Haushaltslage der Gemeinde sahen wir keine Möglichkeit einer weiteren freiwilligen Leistung der Gemeinde für einen Bereich zuzustimmen in dem Kriftel schon sehr gut ausgestattet ist. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass es bis zur Entscheidung in der Gemeindevertretung weder eine Erhebung über die Nachfrage und Nutzbarkeit durch Individualsportler und Trainingsgruppen der Vereine noch eine Betrachtung über die Folgekosten für die Pflege und Instandhaltung des Fitness-Parcours gab. Besonders ärgert uns, dass unsere Idee Teile der Kosten für den Parcours über Sponsoring durch Bürgerinnen und Bürger bzw. lokale Unternehmen zu tragen nicht berücksichtigt wurde und stattdessen gleich die Gemeindekasse geöffnet werden soll.
Leider konnten wir mit unseren Argumenten weder CDU noch Grüne von ihrer Unterstützung für dieses unnötige Projekt abbringen, so dass die Gemeindevertretung mit deren Stimmen gegen unsere und die Stimmen der SPD eine Fortführung des Projekts beschloss.


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